Präsenzmelder für die energieeffiziente Beleuchtungssteuerung
Mit den Präsenzmeldern von ThebenHTS stehen Ihnen alle Möglichkeiten der energieeffizienten und intelligenten Beleuchtungssteuerung offen. Neben der klassischen Anwendung zur Lichtsteuerung in Büroräumen, Fluren und öffentlichen Gebäuden können Sie auch Heizung und Klimaanlage präsenzabhängig steuern. So sparen Sie Energiekosten und reduzieren den CO2-Ausstoß erheblich. Präsenzmelder reagieren auf kleinste Bewegungen und messen gleichzeitig die Helligkeit im Raum. Wird keine Bewegung mehr registriert oder ein individuell definierter Helligkeitswert überschritten, schaltet der Präsenzmelder automatisch das Licht aus.
Auf dieser Seite finden Sie einige nützliche Tipps und Hinweise zur Auswahl, Montage und Inbetriebnahme von Präsenzmeldern.
- Technologie: Wie funktioniert ein Präsenzmelder?
- Lichtmessung: Echte Tageslichtmessung, Mischlichtmessung und Konstantlichtregelung
- Anwendung: Welcher Präsenzmelder ist der Richtige?
- Montage: Präsenzmelder richtig montieren
- Inbetriebnahme: Präsenzmelder richtig einstellen
- Downloads und weitere Informationen
Technologie: Wie funktioniert ein Präsenzmelder?
Präsenzmelder – auch PIR (Passiv Infra-Rot) genannt – arbeiten nach demselben Prinzip wie Bewegungsmelder: Sie registrieren Wärmestrahlung in ihrer Umgebung bzw. in ihrem Erfassungsbereich. Wird Wärmestrahlung im Erfassungsbereich registriert, ausgelöst zum Beispiel durch eine näher kommende Person, wandelt der Präsenzmelder sie in ein messbares, elektrisches Signal um und das Licht wird eingeschaltet.
Der Unterschied zwischen Bewegungs- und Präsenzmelder liegt in der Empfindlichkeit der Sensoren. Präsenzmelder verfügen über deutlich empfindlichere Sensoren als Bewegungsmelder und registrieren selbst kleinste Bewegungen. Die empfindlichen Sensoren teilen den Erfassungsbereich eines Präsenzmelders gleichmäßig in bis zu 1000 Zonen ein. Wie ein Schachbrett ziehen sich die Zonen durch den kompletten Erfassungsbereich (siehe Abb. 1). Selbst minimale Veränderungen im Wärmebild, wie das Tippen auf einer Tastatur im Großraumbüro, werden registriert (siehe Abb. 2). Ein Bewegungsmelder hingegen reagiert nur auf größere Veränderungen im Wärmebild und eignet sich daher hauptsächlich für Anwendungen bei größeren, gehenden Bewegungen oder im Außenbereich. Mehr über Bewegungsmelder finden hier.
Einen weiteren Unterschied zwischen Bewegungs- und Präsenzmelder spielt die Lichtmessung. Ein Bewegungsmelder misst die Helligkeit einmalig, wenn er aufgrund einer Bewegung das Licht einschaltet. Registriert er im weiteren Verlauf Bewegung, zum Beispiel am Vormittag in einem Büroraum, bleibt das Licht eingeschaltet, obwohl das Tageslicht mittlerweile ausreichen würde und der eingestellt Helligkeitswert schon längst überschritten ist: Das Licht bleibt also unnötig eingeschaltet. Im Gegensatz dazu messen Präsenzmelder permanent die Helligkeit: Wird ein individuell eingestellter Helligkeitswert überschritten, schaltet der Präsenzmelder das Licht aus, selbst wenn er eine Bewegung registriert. Das spart neben Energiekosten auch eine Menge CO2.
Präsenzmelder gibt es neben der herkömmlichen 230 V-Variante auch als 24 V-Variante oder als KNX Präsenzmelder.
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Lichtmessung
Die Beleuchtungssteuerung mit Präsenzmeldern basiert zum einen Teil auf den registrierten Bewegungen, zum anderen Teil auf der Lichtmessung. Präsenzmelder messen permanent die Helligkeit im Raum. Durch diese permanente Lichtmessung ist der Präsenzmelder in der Lage, nicht nur Kunstlicht bei ungenügendem Tageslicht einzuschalten, sondern die Beleuchtung bei ausreichendem Tageslicht auch wieder auszuschalten. Das klingt zwar einfach, in der Tat muss der Präsenzmelder aber bei eingeschaltetem Kunstlicht beurteilen können, ob nach dem Ausschalten noch genügend Tageslicht vorhanden ist. Hierfür gibt es zwei verschiedene Methoden: die „Mischlichtmessung“ und die „Konstantlichtregelung“.
Mischlicht-Messung
Bei der Mischlicht-Messung misst der Präsenzmelder die Summe aus Kunstlicht und Tageslicht. Um das Kunstlicht bei zunehmendem Tageslicht im richtigen Moment auszuschalten, muss der Präsenzmelder den Anteil des Kunstlichts kennen (siehe Abb. 3). Diesen Wert lernt er selbständig, indem er sämtliche Schaltvorgänge der Beleuchtung im Raum fortlaufend analysiert. Somit kann er aus der gemessenen Gesamthelligkeit jederzeit die aktuelle Tageslichtstärke berechnen. Der Vorteil der Mischlicht-Messung besteht darin, dass sie mit jeder Lichtquelle arbeitet: Es können LEDs, Halogen- und Fluoreszenzlampen verwendet werden. Die Mischlicht-Messung ist Grundlage für die Konstantlichregelung. Typische Anwendungsfelder: Produktionsgebäude, in denen ein gewisse Helligkeit gesetzlich geregelt ist.
3. Mischlichtmessung |
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| Der Präsenzmelder misst die Summe aus Kunst- und Tageslicht und schaltet entsprechend das Kunstlicht „EIN“ bzw. „AUS“. |
Konstantlichtregelung
Bei der Mischlichtmessung misst der Präsenzmelder permanent die Summe aus Tageslicht und Kunstlicht (siehe Abb. 4). Den gewünschten Helligkeitswert regelt er aus diesen beiden Lichtquellen. An einem nebligen oder regnerischen Morgen ist der Tageslichteinfall geringer, und der Anteil an Kunstlicht wird vom Präsenzmelder höher gewählt, um die gewünschte Helligkeit im Raum zu erreichen. Zieht die Sonne im Lauf des Vormittags auf, und es fällt verstärkt Licht durch die Fenster, reduziert der Präsenzmelder den Anteil an Kunstlicht. Die Helligkeit im Raum bleibt also unabhängig vom Einfall des Tageslichts immer konstant.
4. Konstantlichtreglegung |
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| Konstantlichtregelung. Bei der Konstantlichtregelung wird nur so viel Kunstlicht wie benötigt wird zugeschaltet und stufenlos angepasst. |
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Anwendung: Welcher Präsenzmelder ist der richtige?
Bei der Wahl des richtigen Präsenzmelders spielt die Nutzung im Raum eine entscheidende Rolle: soll ein „Aufenthaltsraum mit sitzenden Personen“ oder ein „Durchgangsbereich mit gehenden Personen“ überwacht werden?
Sitzende Tätigkeiten: Präsenzmelder für die Deckenmontage
Für ein Büro, ein Klassenzimmer oder einen Konferenzraum eignet sich ein an der Decke montierter Präsenzmelder. Von der Decke hat der Präsenzmelder „freie Sicht“ auf alle Personen und deren Bewegung. Da die Entfernung zwischen Personen und Präsenzmelder begrenzt ist, herrscht im gesamten Erfassungsbereich eine gleichmäßig hohe Erfassungsempfindlichkeit. Folgende Präsenzmelder eignen sich für die Deckenmontage:
- Präsenzmelder PlanoCentro (Mastergerät und Slave-Variante)
- Präsenzmelder ECO-IR 360
- Präsenzmelder compact office
- Präsenzmelder PräsenzLight 360
Gehende Bewegungen: Präsenzmelder für die Flure, Korridore und Lagergänge
Für die Erfassung gehender Personen in Fluren oder Korridoren eignen sich Präsenzmelder für die Wandmontage mit einem Erfassungsbereich von 180° oder auch Deckenmodelle mit weitreichenden Erfassungszonen. Durch die Montage an der Wand strahlen die Erfassungszonen horizontal in den Raum und dehnen sich weit aus. So werden auch quer zum Präsenzmelder gehende Bewegungen in großer Entfernung noch wahrgenommen. Wenn man direkt auch den Präsenzmelder zugeht, reduziert sich die Empfindlichkeit. Folgende Präsenzmelder eignen sich für Flure, Korridore und Lagergänge:
- Präsenzmelder ECO-IR 180
- Präsenzmelder PräsenzLight 180
- Präsenzmelder compact passage (Deckenmontage)
- Präsenzmelder compact passimo (Deckenmontage)
KNX Gebäudesystemtechnik: Präsenzmelder im Zusammenspiel mit KNX
KNX Präsenzmelder gibt es sowohl für Flure, Korridore und Lagergänge wie auch für Büros oder öffentliche Gebäude. Das Zusammenspiel zwischen KNX und Präsenmeldern bietet ein höchstmaß an Komfort und Sicherheit. Aber auch im puncto Energieeffizienz und Nachhaltigkeit ermöglichen Ihnen KNX Präsenzmelder ganz neue Möglichkeiten. Typische Anwendungsfelder: öffentliche Gebäude wie Schulen, Universitäten, Verwaltungsgebäude, aber auch Hotels und Firmengebäude bieten sich als Anwendungsfelder für KNX Präsenzmelder an. KNX Präsenzmelder von ThebenHTS:
- Präsenzmelder PlanoCentro KNX (Deckenmontage)
- Präsenzmelder ECO-IR 360 KNX (Deckenmontage)
- Präsenzmelder ECO-IR DUAL EIB (Wandmontage)
- Präsenzmelder PräsenzLight 360 KNX (Deckenmontage)
- Präsenzmelder PräsenzLight 180 KNX (Wandmontage)
- Präsenzmelder compact office EIB (Deckenmontage)
- Präsenzmelder compact passage KNX (Deckenmontage)
- Präsenzmelder compact passimo KNX (Deckenmontage)
Neben KNX Präsenzmelder finden Sie im ThebenHTS-Portfolio auch Präsenzmelder für 24 V:
- Präsenzmelder compact office 24V (Deckenmontage)
- Präsenzmelder compact passage 24V (Deckenmontage)
- Präsenzmelder ECO-IR 360-24V (Deckenmontage)
- Präsenzmelder ECO-IR 180-24V (Wandmontage)
Quadratischer Erfassungsbereich von 360°
Da die meisten Räume quadratisch oder rechteckig sind, vereinfacht ein quadratischer Erfassungsbereich die Planung enorm. Die Erfassungsbereiche der einzelnen Präsenzmelder lassen sich lückenlos aneinander reihen. Neben der vereinfachten Planung zeigt sich ein weiterer Vorteil in der Praxis: Es gibt keine „toten Winkel“ oder Überlappungen im Raum und Bewegungen werden garantiert überall zuverlässig erfasst.
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Montage: Präsenzmelder richtig montieren
Damit der Präsenzmelder optimal arbeiten kann und Störquellen vermieden werden, sollten bei der Montage einige Punkte beachtet werden:
- Alles, was die Sicht des Präsenzmelder einschränken könnte, sollte vermieden werden: zum Beispiel abgehängte Lampen, Trennwände, Regale oder auch großen Pflanzen.
- Schnelle Temperaturveränderungen in der Umgebung des Präsenzmelders, verursacht durch das Ein- oder Ausschalten von Heizlüfter oder Ventilatoren, simulieren Bewegung.
- Ein- oder ausschaltende Leuchtmittel im nahen Erfassungsbereich (z.B. Glüh- und Halogenlampen im Abstand < 1 m) simulieren Bewegung und können zu Fehlschaltungen führen.
- Sich bewegende Objekte wie Maschinen, Roboter, etc. simulieren Bewegungssignale (eventuelle Temperaturunterschiede z.B. Roboter o.ä. beachten!)
Keine störenden Einflüße auf die Funktion des Präsenzmelders haben sich langsam erwärmende Objekte:
- Heizungsradiatoren (seitlicher Abstand von Leitungen und Radiatoren > 0,5 m)
- EDV-Anlagen (Computer, Bildschirme)
- Raumlüftungsanlagen, sofern warme Zuluft nicht direkt auf den Präsenzmelder gerichtet wird
- besonnte Flächen
Anwendungsbeispiele für die optimale Platzierung des Präsenzmelders in verschiedene Räume finden Sie hier:
Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung und der Auswahl des richtigen Ortes. Einfach dieses PDF downloaden, ausfüllen und an unsere Service-Hotline hotline@theben.de schicken.
Wir rufen Sie umgehend zurück und unterstützen Sie bei der Planung.
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Inbetriebnahme: Präsenzmelder richtig einstellen
Ist der Präsenzmelder installiert, können Sie die Einstellung der Luxwerte vornehmen. Das geschieht über die Potentiometer am Gerät. Die meisten Präsenzmelder lassen sich auch über eine Fernbedienung bequem vom Boden aus einstellen und korrigieren. Da jeder Mensch „zu dunkel“ oder „zu hell“ anders empfindet, ist das Einstellen des richtigen Luxwertes individuell sehr verschieden. Hier eine kurze Übersicht verschiedener Lichtsituationen und deren Luxwerte:
| Heller Sonnentag | 100.000 lx |
| Bedeckter Sommertag | 20.000 lx |
| Im Schatten im Sommer | 10.000 lx |
| Operationssaal | 10.000 lx |
| Bedeckter Wintertag | 3.500 lx |
| Beleuchtung TV-Studio | 1.000 lx |
| Büro-/Zimmerbeleuchtung | 500 lx |
| Flurbeleuchtung | 100 lx |
| Straßenbeleuchtung | 15 lx |
| Kerze ca. 1 Meter entfernt | 1 lx |
| Vollmondnacht | 0.25 lx |
| Sternklarer Nachthimmel (Neumond) | 0.001 lx |
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Weitere Informationen zu Präsenzmeldern von Theben:
Produktfinder „Präsenzmelder“
Broschüren, Kataloge und Planungshilfen downloaden:
Service Hotline
Bei Fragen rund um das Thema Präsenzmelder steht Ihnen unsere Hotline gerne zur Verfügung:
07474/ 692-369.
Unsere Servicezeiten: Montag bis Donnerstag: 7.00 bis 18.00 Uhr und Freitag: 7.00 bis 16.00 Uhr
Außerhalb unserer Servicezeiten erreichen Sie die Hotline unter hotline@theben.de